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Dessous
Dessous, bzw. deren deutsche Bezeichnung – Reizwäsche – gibt es nicht
nur für Frauen. Bei Dessous handelt es sich um Unterwäsche, die es in
sehr aufreizenden Farben gibt. Versehen ist diese Unterwäsche dabei
zum Beispiel mit Spitzen und Rüschchen, darüber hinaus sind Dessous
auch so geschnitten, dass man möglichst viel der weiblichen, aber auch
männlichen Rundungen gibt. Eines der ältesten Dessousstücke ist zum
Beispiel das Korsett. Dieses wurde, und wird, aber nicht nur als
Unterwäsche getragen. Das Korsett trug man nämlich schon im 16.
Jahrhundert, und zwar als Oberbekleidungsstück. Das Korsett war also
nicht immer Dessous. Als Versteifungsmaterial für das Korsett wurde
bis ins 20. Jahrhundert hinein Fischbein verwendet. Dieses Material
wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts jedoch bereits durch
Stahlspiralen, oder aber Federstahlband und Horn ersetzt. Für die
Mode, die man zur Biedermeierzeit trug, war das Korsett aus der
weiblichen damaligen Mode nicht wegzudenken und unersetzlich. Die
Korsettform, die wir auch heute noch kennen, entwickelte sich um 1900
herum. Im Zuge der aufkommenden Frauenbewegung um 1913 herum und auch
der zunehmenden Berufstätigkeit der Frauen, wurden Korsetts in der
Mode immer seltener. Ab diesem Zeitpunkt war es so, dass das Korsett
zum Dessous wurde. Seit den 1990er Jahren jedoch kommt das Korsett
immer wieder auch als Oberbekleidungsstück zurück.
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