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Kingston - Die Hauptstadt von Jamaika
Jamaikas Hauptstadt ist Kingston. Die Angaben über die
Einwohner der Stadt Kingston
schwanken dabei recht stark. Nach einigen
Angaben leben in Kingston rund 585.000 Menschen, anderen Angaben zu Folge
660.000 Einwohner. Fest steht nur, dass Kingston, wie auch andere
Städte auf Jamaika, in den letzten Jahren, einen regen
Bevölkerungszuwachs erlebt haben, Grund hierfür ist die Landflucht,
die in Jamaika dabei bereits schon vor einigen Jahren eingesetzt hat.
Immer mehr Menschen strömen nämlich zunehmen in die Städte, um dort
Arbeit zu finden. Aus dieser Situation heraus resultiert auch eines
der größten Probleme Kingstons, nämlich sich die entwickelnden Slums
am Rand der Stadt, die zu den Schattenseiten des politischen,
kulturellen und wirtschaftlichen Zentrums des Inselstaates Jamaika
gehören und die Sitz von zwei Universitäten ist. Kingston, im Südosten
der Insel gelegen, ist aber auch das Ziel von zahlreichen Touristen –
auch trotz der durchaus bekannten Probleme mit der Kriminalität.
Ziel
der Touristen, die nach Kingston kommen sind dabei vor allem die
zahlreichen Bauten aus der Kolonialzeit, die bis heute gut erhalten
sind.
Darüber hinaus gibt es auch Denkmäler in Kingston zu bewundern,
wie das von Queen Victoria, oder aber
Bob Marley. Sehenswert für Touristen
sind auch die zahlreichen Galerien und Museen der Stadt. Kingston ist
dabei eine Stadt, in der der Kontrast zwischen Alt und Neu gelungen zu
sein scheint. Große neue Bürogebäude reihen sich dabei in „das alte
Kingston“ gut ein. Sehenswert ist für Touristen auch der große
Naturhafen, der für Jamaika eine sehr große wirtschaftliche Bedeutung
hat.
Zu
den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen neben dem Jamaica
House, dem Sitz des Premierministers, sowie der William Grant Park,
einen Ruhepol Kingstons, wie auch das Ward Theatre und die Kingston
Parish Church. Im Norden der Stadt befinden sich zahlreiche
Einkaufsstraßen, die wie Magneten auf die Touristen wirken, die
jährlich zu Tausenden in die Stadt kommen.

Gegründet wurde Kingston im Jahr 1693 auf den Ruine des durch ein
Erdbeben zerstörten Port Royal. Das Straßennetz der Stadt basierte
dabei auf einem rechtwinkligen Straßennetz. 1716 wurde Kingston das
wichtigste Handelszentrum der Insel und lief damit der damaligen
Hauptstadt Spanish Town den Rang ab. 1872 wurde der Regierungssitz
nach Kingston verlegt, wobei Jamaika inzwischen britische Kronkolonie
wurde. Das große Erdbeben von 1907 hatte für Kingston fatale
Auswirkungen. Rund 75 Prozent der Gebäude wurden zerstört, 800
Menschen kamen ums Leben. Zuvor war Kingston bereits mehrfach
ebenfalls zum Teil zerstört worden – 1784 durch einen Hurrikan, 1843
und 1862 durch Feuer. |