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Kriminalität auf Jamaika

Jamaika ist ein Inselstaat, dessen Wirtschaft schon oftmals durch ein Tief gehen musste. Rund  2 Millionen Touristen kommen jährlich auf die drittgrößte Insel der Großen Antillen, die bis 1962 britische Kronkolonie war. Was Touristen in den Touristikzentren nicht unbedingt merken ist dabei, dass es in dem Land aber tief greifende soziale Probleme gibt. Ein Problem ist dabei die Landflucht, die in den letzten Jahren immer stärker zugenommen hat. In Kingston sind so nämlich bereits slumartige Wohnviertel entstanden. Eine hohe Arbeitslosigkeit im Land führt die Menschen aber weiter ins soziale Abseits.

   

Die schlechte Lebensqualität fördert eine zunehmende Kriminalität. Mit die Gewalt verherrlichenden Texten wird durch Musiker die Situation zusätzlich noch angeheizt. Die Kriminalität ist dabei heute das wohl größte Problem der Insel, der sich die Regierung stellen muss. Drogenhandel und Schutzgelderpressung jedoch florieren. Es sind aber nicht nur die Menschen in den Slums, die zur Kriminalität neigen, auch unterhalten seit den 1970er-Jahren die Gewerkschaften und die mit ihnen verbundenen Parteien bewaffnete Banden.

Diese kontrollieren ganze Viertel der Städte, und zwar solche, wo besonders viele der eigenen Anhänger leben. Jamaika ist dabei Durchgangsstation des Drogenhandels von Südamerika nach Nordamerika. Die Schwerverbrechen konnten zwar etwas eingedämmt werden, jedoch ist die Kriminalitätsrate auf Jamaika immer noch eine der höchsten der Welt, wobei die  Aufklärungsrate bei rund 40 % liegt. Zu tun hat es die Polizei dabei auch mit Schmugglern.

Die sich auf Jamaika befindlichen Gefängnisse stammen zum Teil noch aus der Kolonialzeit. Sie sind dabei hoffnungslos überbelegt und die Haftbedingungen schlecht. Dazu kommt, dass die Korruption hoher Beamte recht weit verbreitet ist.