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Politik auf Jamaika

Die auf Jamaika herrschende Staatsform ist eine parlamentarische repräsentative demokratische Monarchie, die man als stabil bezeichnen kann. Diese trat in Kraft, als Jamaika im Jahr 1962 von den Briten in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Die durch das jamaikanische Parlament verabschiedete Verfassung basiert dabei auf dem so genannten Westminster System, welches auch im Vereinigten Königreich gilt. Wahlberechtigt ist danach auf Jamaika jeder Bürger ab 18 Jahren. Die Hauptstadt des Inselstaates und Sitz der Regierung ist Kingston.

   

Von der Exekutive Jamaikas her gesehen ist Queen Elisabeth II. das Staatsoberhaupt. Sie trägt daher auch den Titel der Königin von Jamaika. Vertreten wird die Königin durch den Generalgouverneur. Ernannt wird dieser durch den Premierminister und dem Kabinett.

An der Spitze der Regierung steht jedoch der Premierminister. Er hat umfangreiche und die Macht viele wichtige Entscheidungen auch ohne die Konsultation des Parlaments zu treffen.

Die Legislative auf Jamaika liegt beim jamaikanische Parlament, das aus zwei Kammern besteht, und zwar dem Senat und dem Repräsentantenhaus. Auf Jamaika herrscht dabei traditionell ein Zweiparteiensystem. Die Judikative auf Jamaika wird gesteuert durch ein Rechtssystem, das sich am englischen Common Law orientiert. Richter werden dabei auf die Empfehlung des Justizkommites durch den Generalgouverneur ernannt. Was die Besetzung des Postens des Gerichtspräsidenten betrifft, so haben Premierminister und Oppositionsführer das Mitspracherecht.

Bei schweren Verbrechen droht auf Jamaika die Todesstrafe. In den letzten Jahren wurde diese jedoch nur noch sehr selten vollstreckt. Der so genannte Privy Council hat nämlich die Macht eine derartige Strafe auch immer in eine lebenslange Haft umzuwandeln, wenn sie den ausgesprochen wurde.

Außenpolitisch ist Jamaika stark engagiert. So ist Jamaika zum Beispiel Mitglied einer Vielzahl von internationalen Organisationen, wie der Karibische Gemeinschaft (CARICOM) und der karibischen Entwicklungsbank, wie auch der UNO und von Interpol. Jamaika gilt dabei außenpolitisch gesehen als Wortführer der karibischen Staaten. Jamaika ist dabei jedoch nicht in internationale Konflikte verwickelt und hat auch keine seiner Soldaten außerhalb des Landes im Einsatz.